Haltung
Schrittweise digitale
Selbstständigkeit
Schutz ist ein Anfang – Autonomie ist das Ziel.
Fünf Entwicklungsstufen
1. Lokale Apps und Medien
Musik, Fotos, Kamera, Spiele, Karten und Lernen funktionieren offline. Eltern entscheiden, was installiert wird.
2. Ausgewählte Online-Dienste
Kuratierte Medien und Synchronisation kommen hinzu. Das Gerät bleibt auch ohne Netz sinnvoll nutzbar.
3. Kommunikation mit bekannten Menschen
Familie und ausgewählte Kontakte werden erreichbar – zunächst im privaten Netz.
4. Größere eigene Auswahl
Das Kind schlägt Apps und Inhalte vor. Regeln werden gemeinsam verhandelt und elterliche Kontrolle sichtbar reduziert.
5. Zunehmend normales Smartphone
Schutzfunktionen werden Schritt für Schritt abgebaut. Gelerntes bleibt als bewusste Nutzungspraxis erhalten.
Kein starrer Altersplan
Jedes Kind und jede Familie entwickelt sich anders. SideKids liefert Stufen und Gesprächsanlässe, keine automatische Altersgrenze.
Wichtig ist die Richtung: Kriterien für den nächsten Schritt sind klar, und jede elterliche Funktion ist dafür gedacht, irgendwann weniger zu werden.
Orientierung: Richtwerte von Fachstellen
Zur Orientierung nennen Fachstellen Richtwerte für Bildschirmmedien in der Freizeit, alle Geräte zusammen:
- unter drei Jahren möglichst keine Nutzung,
- drei bis sechs Jahre höchstens etwa 30 Minuten, nicht täglich und in Begleitung,
- sechs bis neun Jahre je nach Quelle 30 bis 60 Minuten am Tag,
- ab etwa zehn Jahren ein gemeinsam vereinbartes Wochenbudget.
Ein eigenes Smartphone empfehlen Fachstellen meist frühestens ab neun, eher ab elf bis zwölf Jahren. Die Stufen von SideKids ersetzen diese Richtwerte nicht, sie ordnen sie ein. Technische Grenzen helfen vor allem am Anfang; nachhaltiger ist es, wenn Kinder lernen, sich an Absprachen zu halten.
Quellen und unabhängige Informationen: SCHAU HIN! – Bildschirmzeiten, kindergesundheit-info.de – Höchstdauer, DGKJ-Leitlinie 2023 (Ärzteblatt), FLIMMO, klicksafe. SideKids steht in keiner Verbindung zu diesen Angeboten.