Haltung
Die Less-Online-Idee
Online sein als bewusste Funktion – nicht als Dauerzustand.
Was „weniger online“ bedeutet
Weniger online heißt nicht, das Internet zu verbieten oder Kinder von digitaler Kompetenz fernzuhalten. Es bedeutet, Verbindung gezielt einzusetzen, statt sie zum permanenten Grundzustand des Geräts zu machen.
Im Alltag
Kein Feed als Einstieg
Der Start zeigt Werkzeuge, die Videothek zeigt freigegebene Kanäle, der Player öffnet mit „Weitersehen“ statt mit Empfehlungen.
Keine Engagement-Mechaniken
Kein endloses Scrollen, keine Autoplay-Ketten, Streaks, künstlichen Belohnungen oder FOMO. Benachrichtigungen dienen nur menschlicher Kommunikation.
Ehrliche Zustände
Offline wird als offline angezeigt. Ladeanzeigen sagen die Wahrheit. Kein Button tut so, als wäre etwas fertig, das noch nicht gebaut ist.
Das SideKids-Modell
Öffnen → auswählen → nutzen → fertig. Das Gerät schlägt kein Bedürfnis vor; das Kind entscheidet, welches Werkzeug es braucht.
- SideTube: freigegebene Kanäle suchen und ansehen
- SidePlay: Musik auswählen, hören, stoppen
- SideFoto: eigene Fotos ansehen und verwalten
- SideLimit: Zeitbudgets nach Vereinbarung
Zeitbudgets wirken am besten, wenn sie vorher gemeinsam vereinbart werden, etwa in einem Mediennutzungsvertrag (Vorlagen z. B. auf mediennutzungsvertrag.de). Die Vereinbarung wächst mit dem Kind mit.